Critique as printed in the BNN (Badische Neue Nachrichten) during the week April 24th 2006
Schottische Harfe trifft Blockflöte Jasmin Bey Cowin und Andrea Singelmann begeistern bei Konzert in Dürrenbüchiger Kirche
Großes Publikumsinteresse fand ein Konzert für Clarsach und Blockflöte in der Christuskirche Dürrenbüchig. Clarsach – so lautet die gälische Bezeichnung für die seit dem frühen Mittelalter bekannte traditionelle schottische Harfe, deren Spiel in den letzten Jahrzehnten eine neue Renaissance erfuhr. Mit Jasmin Bey Cowin erlebten die Zuhörer in der Dürrenbüchiger Kirche eine außerordentlich versierte Interpretin auf Diesem Instrument.
Jasmin Bey Cowin stammt aus Bretten und studierte Konzertharfe an der Karlsruher Musikhochschule. Sie setzte ihre Studien in den USA fort und lebt seit 20 Jahren in New York, wo sie Musik- und Operngeschichte lehrt. Anlässlich eines Besuchs in ihrer Heimatstadt Bretten hat sich Jasmin Bey Cowin mit ihrer aus Oberderdingen stammenden Jugendfreundin Andrea Singelmann zusammengetan, die heute als Klangtherapeutin und Lehrerin Für Blockflöte in Karlsruhe tätig ist. So entstand ziemlich spontan die Idee für dieses außergewöhnliche Konzert.
Die beiden Musikerinnen entführten die Zuhörer auf eine faszinierende musikalische Reise durch verschiedene Jahrhunderte und Kulturen. Die meditative Ruhe verträumter Melodien stand im Kontrast zur gebündelten rhythmischen Energie keltischer und hebräischer Tanzweisen. Die zahlreichen folkloristischen Melodien waren zu Sets aus drei oder vier Musikstücken arrangiert, denen jeweils der Vortrag eines Gedichtes voranging. So erklangen Melodien aus Mittelalter, Renaissance und Barock, aus Irland, Schottland, Wales, Israel, Frankreich und Italien, interpretiert auf verschiedenen Blockflöten mit Harfenbegleitung oder auch auf der Harfe solo.
Die vollbesetzte Dürrenbüchiger Kirche hallte wider vom begeisterten Applaus des Publikums – und Jasmin Bey Cowin und Andrea Singelmann bedankten sich denn auch bei den Zuhörern mit der rhythmischen hebräischen Volksweise„Havah Nagila“ als Zugabe. Klaus Stezenbach
[ Back to "Publications" ]
Web design SorbetMedia